Kategorie:Agende

Aus Konjunkturen
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Das Buch, das den Ablauf eines evangelischen Gottesdienstes regelt, wird Agende genannt. Üblicherweise besteht dieser Ablauf (sog. Liturgie) aus feststehenden und jeweils wechselnden Teilen. Während der feststehende Teil, das »Ordinarium«, die immer gleichen Elemente der Liturgie umfasst (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus/Benedictus, Agnus Dei), gibt der je nach Anlass und Jahreszeit wechselnde Teil, das »Proprium« (z.B. Psalmen, Bibellesungen, Gebete usw.), dem Gottesdienst seine konkrete inhaltliche Gestalt. Wesentliche Unterschiede in den Gottesdienstordnungen sind sowohl durch regionale Traditionen als auch durch die konfessionelle Ausrichtung gegeben. Agenden sind in erster Linie Gebrauchsliteratur für den religiösen Kultus, wurden aber teilweise von ihren Verfassern auch als publizistisches Mittel zur Meinungsbildung gezielt eingesetzt.

Bei der Analyse sind entsprechend die konfessionelle und regionale Herkunft sowie länger zurückreichende Traditionslinien zu beachten. Sodann ist zu prüfen, ob es Abweichungen zu den oben beschriebenen Abläufen gibt. Schließlich sind einzelne Teile der Agende (z.B. Gebete, Lieder) auf ihre inhaltlichen und formalen Besonderheiten hin zu analysieren.